Das Projekt

Mutig.Clever.Gründerin!

Zu Recht mag sich manche(r) fragen, warum es eine Kampagne gibt, mit der mehr Frauen für die Selbstständigkeit sensibilisiert werden sollen.

Ganz einfach: Die Selbstständigkeit ist eine optimale Arbeitsform für Frauen, die zeitlich flexibel arbeiten wollen oder auch müssen. In der heutigen Zeit gibt es so viele temporäre Arbeitszeitmodelle, bei denen die Selbstständigkeit als Alternative nicht unter den Tisch fallen sollte. Weitere Gründe sind:

  • Stärkung der regionalen Wirtschaft durch das vorhandene Potenzial sehr gut ausgebildeter Frauen
  • das Selbstverständnis selbstständiger Unternehmerinnen in die Öffentlichkeit zu transportieren
  • die Entwicklung von Instrumenten zur Entscheidung für oder gegen die Selbstständigkeit
  • Erhöhung der Qualifizierungsmöglichkeiten für potenzielle Unternehmerinnen
  • Legalisierung von Schwarzarbeit (gilt insbesondere für Frauen im Nebenerwerb) und damit verbunden ein Entgegenwirken der Altersarmut
  • Vernetzung von Kleinunternehmerinnen/Solo-Selbstständigen

In seiner Studie „Unternehmensgründungen und Gründergeist in Deutschland“ (06/2015) stellt das BMWi fest, dass Frauen mit einer Selbstständigenquote von 7,4 % klar unterrepräsentiert sind. Die Quote der Männer beträgt 13,6 %. Betrachtet man die Beschäftigtenquote in der Emscher-Lippe-Region, so stellt diese sich als landesweit niedrigste Quote dar. In NRW beträgt die Beschäftigung von Frauen 49 %, diese Zahl sinkt im Kreis Recklinghausen auf 37 %, in der Stadt Bottrop auf 34,1 % und in Gelsenkirchen auf 28,2 %. Daran lässt sich insbesondere das nicht ausgeschöpfte Gründungspotenzial der Frauen – die so genannte stille Reserve – in der Region erahnen.

Die Umsetzung der Ziele erfolgt über die STARTERCENTER NRW der Stadt Bottrop, des Kreises Recklinghausen und der IHK Nord Westfalen mit Sitz in Gelsenkirchen. Gemeinsam mit der B3-Beyrow Business Beratung wird ein Angebotspotpourri aus Workshops, Netzwerkveranstaltungen und individuellen Angeboten, wie z. B. Workshops für Gründerinnen oder die Beteiligung an Mastermindgruppen, ermöglicht. Diese Vorgehensweise garantiert eine dezentrale Streuung des Angebots in die komplette Emscher-Lippe-Region und eine Erreichbarkeit aller potenziellen Gründerinnen.

Das Projekt wird gefördert (Zeitraum: 01.10.2019–30.09.2021) vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW und stellt eine Erweiterung der inhaltlichen Arbeit der „Kompetenzzentren Frau und Beruf“ dar.

Mehr Informationen:  STARTERCENTER Recklinghausen | STARTERCENTER Bottrop | STARTERCENTER IHK Nord Westfalen | Competentia | B3 Beyrow Business Beratung